27. August 2007
Ich fiebere ja schon dem 1.September entgegen. Warum?
Die Bahn wird rauchfrei! Ich als manchmal intoleranter, militanter Nichtraucher freue mich dann auf mehr Platzauswahl in den IC’s auf der chronisch vollen Bahnstrecke von Augsburg nach München.
Doch ich frage mich, wie die Bahn diese jahrelang vollgequalmten Zugabteile auch für den Nichtraucher aushaltbar machen will.
1) Wunderbüme aufhängen? Da fühlt man sich dann wie aufm Opel-Tuning-Treffen.
2) Fenster zum Öffnen?
3) Neue Waggons?
4) Atemmasken an die Mitfahrer verteilen?
5) Neue Wagenausstattungen?
6) Frühjahrsputz mit Fleckenspray?
Ich bin gespannt. Auch, was dann mit den Aufklebern passiert, die überall in den Raucherabteilen hängen. Mache waren ja schon schwarz durchgestrichen, was immer für Streit sorgte. Ist es nun ein Raucherabteil oder nicht?
22. August 2007
“Sehr geehrte Mitfahrer, aufgrund einer Weichenstörung…. äh neee… wegen Kabelklau… hat unser Zug momentan eine Verspätung von 12 Minuten. Next Stop: Augschburch Mäin schtey scheen”
So oder so ähnlich heisst es anscheinend im Osten:
“Der Diebstahl von Erdungskabeln wird für die Bahn in Ostdeutschland immer teurer. Das Unternehmen gehe allein für das Jahr 2007 von sechs bis acht Millionen Euro Schaden in den neuen Bundesländern aus, sagte der Regionalleiter für den Bahn-Bereich Produktion, Helge Schreinert, am Mittwoch. Allein in und um Berlin seien von Januar bis Anfang Juli 80 Diebstähle registriert worden, doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Die Züge hatten in diesen Monaten wegen Reparaturen insgesamt mehr als 400 Stunden Verspätung. Zumeist handele es sich um Beschaffungskriminalität. Die Bahn geht aber auch von organisierten Banden aus Osteuropa aus.”
Geil!
Via zeit.de und bahnblog
20. August 2007
Mal wieder auf dem Balkon gesessen - Sonnenuntergang in Augsburg.
Und: Das ist keine Fotomontage!



Weitere Fotos vin meinem Balkon hier, hier und hier.
Ich pendele nun mehr als 3 Jahre mit dem Zug nach München. Hier meine spontanen Tipps für entspanntes Bahnfahren . Ich freue mich auf die Ergänzungen von Euch!
1) Sitzplatzreservierung
Okay, für Pendler nicht immer sinnvoll bzw. billig, aber bei längeren Fahrten unerlässig. Ich weiss noch, als ich mal zu Sylvster von Hamburg bis Braunschweig stehen musste. Es war voll, ich hatte viel Gepäck dabei und einfach nervig. Am besten Online buchen, dann ist es billiger als am Schalter (und kostet nicht soviel Zeit).
2) Verpflegung
Der Zug könnte einschneien, einfach ohne Grund auf freier Strecke stehenbleiben. Dann ist man ohne Essen und Trinken aufgeschmissen. Wenn dann nach das überteuerte Bordbistro geschlossen hat, kann man nur noch die Blondine von gegenüber anknabbern. Aber ob die das unbedingt will… ?
3) Lächle!
Mit einem Lächeln im Gesicht geht vieles einfacher. Deine Mitreisenden lächeln hoffentlich zurück.
4) Sei freundlich!
Geht direkt mit 4) einher: Lass nicht deine guten Kinderschuhe zu Hause. Entschuldige dich, wenn du einen anrempelst. Eigentlich selbstverständlich, aber ist nicht immer so… Frage, wenn du dich neben jemanden setzt dessen Nebenplatz noch frei ist.
5) Beschäftigungstherapie
Egal, wie lange ich fahre, wie müde oder betrunken (?) ich bin: ich habe immer etwas zu lesen dabei. ipod natürlich auch, bestenfalls noch einen Laptop oder ein gutes Buch, je nach Interessen. Nichts ist schlimmer, als sich zu langweilen.
Meine letzte 5,5 Stunden Bahnfahrt nach Dresden ging somit wie im Flug vorbei.
und letztendlich
6) Nimm Rücksicht auf deine Mitreisenden
Wer will schon Tokio Hotel oder Metallica in Zimmerlautstärke hören? Und wenn es mal ein längeres Handygespräch werden soll: Leise reden oder auch mal raus gehen (also nicht abspringen, ihr wisst schon…).
16. August 2007
Das ist endlich mal eine gute Idee:
“Inhaber einer BahnCard können besonders einfach Fahrkarten am DB Automaten kaufen. So können Sie bis zu 5 Verbindungen speichern, die Ihnen dann bei künftigen Käufen am DB Automaten voreingestellt angezeigt werden. Alles, was Sie hierfür tun müssen, ist, sich am Anfang des Buchungsprozesses durch das Einschieben der BahnCard zu autorisieren und bei Abschluss der Buchung der Speicherung Ihrer Verbindungsdaten zuzustimmen.”
Wenn die Automaten dann ohne Probleme auch mal Fuffies nehmen, ist alles in Ordnung…
15. August 2007
Via Patje.de habe ich einen interessanten Bericht in der SZ gefunden - “Hinter der Lok wird abgekoppelt”. Der Journalist hat das Stellwerk Frankfurt-Süd besucht und schreibt nun über allerlei Berufe bei der Bahn. Es gibt also noch mehr als Lokführer, Ticketknipser und Bahnsteigansagerin
Das erinnert mich sehr an einen Job als Fluglotse (Das ist stressig! Schon mein Funksprechzeugnis für meinen Heissluftballon-Pliotenschein war anstrengend genug).
Au jeden Fall zeigt es sehr schön, dass eigentlich nur 4 % der Bahnangestellten Lokführer sind. 4 %, die ein ganzes Land lahmlegen können.
Der 1.Job: Fahrdienstleiterin
Sie hier oben ist es, die die Züge steuert, so muss man das wohl sagen. “Du musst stehen bleiben, weil wir noch eine Regionalbahn haben”, teilt sie dem Fahrer einer S-Bahn mit. “Du kriegst noch Kreuzung mit einem Regionalexpress”, sagt sie einem anderen - womit gemeint ist, dass der Regionalexpress auf dem Nachbargleis gleich auf das der S-Bahn geleitet wird, und weil der schneller ist, muss die S-Bahn warten.
Ulrike Schuldt, 35, ist Fahrdienstleiterin im Stellwerk Hoechst, im Frankfurter Westen, zusammen mit einem Kollegen steuert sie den Bahnverkehr auf einem Abschnitt von 20 Kilometern - und “steuern”, das ist in dem Fall wörtlich zu nehmen.
Betriebsbezirksleiter/Notfallmanager” weist ihn seine Visitenkarte aus. Er sagt: “Jeder Lokführer fährt genau einen Zug. Wir hier fahren 20.”
Der 2.Job: Betriebsbezirksleiter/Notfallmanager
Er sagt: “Jeder Lokführer fährt genau einen Zug. Wir hier fahren 20.”
Job 3: Facharbeiterin für Eisenbahntransporttechnik
Als Disponentin ist Rehmann “Facharbeiterin für Eisenbahntransporttechnik”, vom Rang her ist das vergleichbar mit den Fahrdienstleitern und den Lokführern; nur dass die noch eine dreimonatige Zusatzausbildung erhalten. Und es ist auch vergleichbar mit den Mechatronikern im Instandhaltungswerk der S-Bahn.
Job 4: Energie-Elektroniker
Der Energie-Elektroniker Kai Ruppel, 29, mag die Vielseitigkeit der Arbeit: Mal kümmert man sich um den Funk, mal um die Beleuchtung, mal um die Klimaanlage. Er und seine Kollegen könnten den S-Bahn-Verkehr genauso lahmlegen wie die Disponenten, die Fahrdienstleiter, die Lokführer. Zwei Wochen Streik in der Werkstatt, und alle S-Bahnen stünden still.
Und wer trägt nun die größte Verantwortung unter all den Bahnbediensteten?
14. August 2007
Okay, seit neuestem wissen wir ja, dass ein Lokführer nicht wirklich viel Geld verdient. Deshalb werden auf der DB-Karriereseite auch 40 Eisenbahnfahrzeugführer gesucht. Ausbildung vorausgesetzt.
Aufgaben:
Wir suchen für unser wachsendes Unternehmen Eisenbahnfahrzeugführer/innen für den eisenbahnspezifischen Bereich (Arbeitnehmer und Beamte) für Personalüberlassungen bei unseren Kunden.
Anforderungen:
Sie verfügen über eine langjährige Berufserfahrung als Triebfahrzeugführer und umfangreiche Strecken- und Baureihenkenntnisse.
Für Sie sind Einsatzfreude, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein für betriebliche Abläufe selbstverständlich. Sie sind kunden- und serviceorientiert, körperliche Tauglichkeit und Eignung werden vorausgesetzt.
Qualifikationen:
Abgeschlossene Berufsausbildung zum Eisenbahner/in im Betriebsdienst (Fachrichtung Eisenbahnfahrzeugführer) oder eine Ausbildung bei einem EVU in Deutschland.
Baureihenberechtigung E- und/ oder V- Traktion
Okay, wie war das noch mit der Zuverlässlichkeit? Leider konnte ich nichts über die Ausbildung zum Lokführer finden. Da muss ich wohl noch etwas mehr suchen…