Gestern war wieder Streik. Hier in Nordrhein-Westfalen hatten wir noch ganz gut Glück damit, S-Bahn im Halbstundentakt, Nebenstrecken im Stundentakt.
Meine S-Bahn fuhr alle halbe Stunde, wie am Wochenende. In Duisburg gab es einen Personenunfall, daher fuhren zeitweise keine Regional- und Fernzüge zwischen Bochum und Düsseldorf, da diese umgeleitet wurden. Entsprechend voll war die S-Bahn. Meine hatte nur 20min Verspätung. Ursache? Die Vorleistung hatte diese Verspätung und da die Wendezeiten am Endbahnhof recht kurz sind (8 Minuten in Dortmund), geht die Verspätung auf die nachfolgenden Fahrten über. Ich war ehr froh, dass überhaupt was fährt.
Abends auf der Rückfahrt war der Streik noch nicht beendet. Vorlesungen sind natürlich genau dann beendet, wenn die S-Bahn gerade fährt. Und als Pendler wartet man nicht gerne noch am Bahnhof auf seinen Zug.
Ich hatte Glück, der verspätete Intercity wurde bis Bielefeld für Bahnreisende mit Nahverkehrsfahrausweisen freigegeben. Es gab genau eine Ansage am Bahnsteig, schade für diejenigen die diese nicht gehört haben. Eigentlich hätte ich auch auf die nächste S-Bahn nehmen können (Ich will ja nach Dortmund-Kley und nicht nach Dortmund Hbf). Ich bin dennoch bis Dortmund mit dem IC gefahren, in der Voraussicht, dass die S-Bahn Verspätung haben könnte.
In Dortmund habe ich dann die S-Bahn Richtung Bochum/Essen genommen. Falls diese nicht fuhr, hätte ich dann die Stadtbahn und den Bus genommen.
Mein Fazit, trotz Streik und auf dem Hinweg die Streckensperrung, bin ich noch recht gut weggekommen.
Mein Fazit aus der vergangenen Woche: Auch an den Tagen, an den nicht gestreikt wurde, hatte die Bahn im Schnitt 10-15 Minuten Verspätung. Einmal sogar eine Stunde. Wenn das so weitergeht, steige ich endgültig auf Pkw um. Das ist doch nur noch Verschwendung von Lebenszeit.
Kommentar von Karrierebibel — 4. November 2007 @ 16:05