Nicht nur in Deutschland wird gestreikt, nein, auch in Frankreich:
Stillstand auf den europäischen Schienen: Die Arbeiter der französischen Bahngesellschaft SNCF und der Pariser Metro sind in einen 24-Stunden-Ausstand getreten. Und heute Mittag legen die deutschen Lokführer nach – mit dem größten Streik der Bahngeschichte. Die Wirtschaft bereitet sich bereits auf Kurzarbeit vor.
In Deutschland beginnt heute der größte Streik in der Geschichte der Deutschen Bahn AG. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat ab 12 Uhr mittags zu bundesweiten Arbeitsniederlegungen im Güterverkehr aufgerufen. Ab der Nacht zum Donnerstag soll dann auch der Personennah- und Fernverkehr bestreikt werden. Erst am Samstagmorgen wollen die Lokführer ihre Arbeit wieder aufnehmen.
Die GDL fordert von der Bahn ein verhandlungsfähiges Angebot, das insbesondere einen eigenständigen Tarifvertrag für die Lokführer enthält. In Sachen Lohnerhöhung und Arbeitszeit signalisierte die Gewerkschaft Verhandlungsbereitschaft. Der Bahnvorstand blieb am Dienstag jedoch hart und wollte kein neues Angebot vorlegen. Man werde sich nicht von einer kleinen Minderheit der Beschäftigten erpressen lassen, hieß es.
Sollte der Streik wie geplant ablaufen, so ruht der Güterverkehr für 62 und der Personenverkehr für 48 Stunden. Am Samstagmorgen um 02.00 Uhr wollen die Lokführer in allen drei Sparten die Arbeit wieder aufnehmen. Sollte die Bahn dann immer noch kein neues Angebot vorgelegt haben, werde die Gewerkschaft dem wachsenden Ruf der Basis nach unbefristeten Streiks aber kaum noch widerstehen können, hatte GDL-Chef Manfred Schell erklärt.
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